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Bericht aus Wissenschaft und Forschung |
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Berichte über weitere und teilweise vor dem Abschluss stehende oder abgeschlossene, interdisziplinäre und breit angelegte Forschungsprojekte finden Sie auf der Seite ”Forschungsprojekte”. Ferner wird in den Veröffentlichungen der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft e. V. fortlaufend über Forschungsprojekte berichtet. Es wird daher auf die Schriftenreihe und die Mitteilungen verwiesen. |
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01.09.2010 - Übersicht: |
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1. Die Brunnenkultur von Qulban Beni Murra hat ihr Gesicht gezeigt |
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Die Brunnenkultur von Qulban Beni Murra hat ihr Gesicht gezeigt |
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Neben dem Sensationsfund konnte die Wasserversorgung ebenfalls weiter entschlüsselt werden. In einem Seitenwadi konnte eine weitere großflächige Ansiedlung mit vermutlich 7 Brunnen dokumentiert werden. Doch waren die Brunnen nicht die einzigen Elemente der Wasserversorgung. Die Beduinen benutzen früher wie heute natürliche Senken (Khabra), die sich nach Niederschlägen mit Wasser füllen und dadurch temporäre Flachwasserseen entstehen lassen. |
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Phase 3 (Talsperre) Kurz danach scheint auch der Umbau zur Talsperre erfolgt zu sein. Dazu füllte man die Brückenbögen mit Opus caementicium (röm. Beton). Wasserseitig wurde eine 1,40 m starke Mauerscheibe vorgesetzt, vor der ehemaligen Öffnung der Brückenbögen zylindrisch auf 2,80 m verstärkt. Dadurch konnte ein Teil des Wasserdrucks durch die beidseitigen Mauerscheiben horizontal in den Fels abgeleitet und das relativ schlanke Kernbauwerk entlastet werden. Der 20 m hohe untere Teil des “Eisernen Tores” kann damit als einzige aus der Antike erhaltene Talsperre mit horizontaler Kraftabtragung und somit als erste Bogenstaumauer gelten. Das Wasser wurde durch einen offenen Grundablass unter dem Bauwerk durchgeleitet (Bild 2). Außerdem dürfte ein Hochwasserüberlauf vorhanden gewesen sein. Durch ein Tor im Stadtmauerteil der rechten Talseite führte ein Weg ins obere Parmenios-Tal. Phase 3 (Einsturz und Wiederaufbau) Zu einem unbekannten Zeitpunkt nach dem 7. Jh., vermutlich jedoch in der Kreuzfahrerzeit, stürzte der Mittelteil der Stadtmauer über der Talsperre ein. Ursache könnte ein Erdbeben, aber auch ein zu kleiner Hochwasserüberlauf gewesen sein. Spätestens beim Wiederaufbau wurden der Aquädukt stillgelegt und zwei Hochwasserüberläufe eingebaut, gleichzeitig oder wenig später ergänzt durch drei Stützpfeiler. Weitere Entwicklung Später stürzte ein Teil der Bogenmauer ein, was die Gewölbewirkung stark einschränkte. Bis ins 20. Jh. wurden vor allem großformatige Fassadensteine herausgebrochen. Weil man für deren Abtransport neben dem Stadttor einen Durchbruch geschaffen hatte, brach nach 1935 der rechte Stadtmauerabschnitt zusammen. In der jüngsten Vergangenheit wurde der Grundablass durch unsachgemäße Einbauten stark eingeengt. Diese induzieren gefährliche Turbulenzen, die sich als dynamische Belastungen auf das ganze Bauwerk übertragen. Insgesamt ist das “Eiserne Tor” heute stark gefährdet. 2 Aquädukte Wasser erhielt die Stadt durch zwei 12 km lange Aquädukte aus den Karstquellen von Daphne, deren Schüttung heute noch bis zu 2500 l/s beträgt. Der Bau des älteren Aquädukts wird Tiberius/Caligula (1. Jh. n. Chr.), der des jüngeren Trajan/Hadrian (frühes 2. Jh.) zugeschrieben. Beide Leitungen haben den in der römischen Kaiserzeit üblichen gemauerten und verputzten Rechteckquerschnitt mit Tonnengewölbe aus Opus caementicium. In den tief eingeschnittenen Tälern finden sich teils monumentale Brücken (Bild 3), Felswände wurden in Galerien mit zahlreichen Fenstern durchquert, so oberhalb der frühchristlichen “Petrus-Kirche” aus dem 1. Jh. (Bild 4). Die Aquädukt-Querschnitte sind teilweise stark versintert, sodass die Abflüsse am Ende der Betriebszeit erheblich eingeschränkt waren. |
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Den Bericht von H. Fahlbusch über die Neuordnung der Forschung beim Deutschen Archäologischen Institut (DAI) – Zusammenarbeit mit der DWhG beim „Wasser“ im Forschungscluster 2 können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen: ► Neuordnung der Forschung beim DAI |
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