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Cura Aquarum in Ephesus |
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Bericht von Dr.-Ing. Peter Kowalewski mit Bildern von Dipl.-Ing. Horst Geiger ĂŒber die
ĂeĆme cennetine bilim adamı yaÄdı â Im Paradies der NymphĂ€en hat es Wissenschaftler geregnet!
Bild 1: Zuhörer im Tagungsraum Bild 2: Abendessen vor der beleuchteten Celsus-Bibliothek Der zweite Tag (4.10.) stand ganz im Zeichen des römischen Wasserbaus und seiner Elemente, d. h. der AquÀdukte, Castella und der neuesten Deutung der Vitruvschen COLLIVIARIA. Exemplarisch zeigte sich
bei den AusfĂŒhrungen beider Referenten das Zusammenspiel verschienener wissenschaftlicher Disziplinen, das zu neuen Erkenntnissen fĂŒhrte. Die am Nachmittag anstehende intensive Besichtigung der Stadt Ephesus mit ErlĂ€uterungen durch G. Wiplinger (Bild 4) und sein ausgezeichnetes Team fĂŒhrte zu Thermen, Gymnasien, HanghĂ€usern und NymphĂ€en, nicht zu vergessen, das groĂe Amphitheater. Auch Selçuk fĂŒhrte sich mit einer Teestunde im Angesicht des byzantinischen AquĂ€dukts mit Musikuntermahlung und GroĂleinwand in Abendlicht angemessen ein. Das Dinner im Artemis-Restaurant in Ćirince gab dann erstmalig Gelegenheit zu einem intensiven Meinungsaustausch ĂŒber die bisherigen Erlebnisse. Bild 3: Das âSchwarz-Experimentâ Bild 4: Gilbert Wiplinger in Ephesus Der nĂ€chste Tag (5.10.) war ganz von einer Exkursion zu den AquĂ€duktbrĂŒcken der Fernwasserleitung rund um Ephesus bestimmt. Unter der FĂŒhrung von G. Jansen, P. Kessener und G. Wiplinger erlebten die Teilnehmer hautnah, was eine antike GroĂstadt zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung an Fernleitungsbauwerken benötigte. Bei herrlichem Wetter gab es dann am Mittag ein traumhaftes Buffet am Pollio-AquĂ€dukt (Bild 5), ausgerichtet von den österreichischen AusgrĂ€bern in Ephesus. Die abendliche Poster-PrĂ€sentation im Hotel war trotz der verbreiteten Erschöpfung noch gut besucht. Als Vorbereitung auf weitere Exkursionsziele brachte der nĂ€chste Tag (6.10.) VortrĂ€ge zu römischen BĂ€dern (Thermal- und MineralbĂ€der) sowie Abwasserthemen (Latrinen). Die Exkursion am Nachmittag fĂŒhrte nach Priene, Milet und Didyma. FĂŒhrung durch Priene leitete H. Fahlbusch, der im Rahmen eines Forschungs- projektes der FH LĂŒbeck die hydrotechnischen Einrichtungen der antiken Stadt ab 2001 nĂ€her untersuchte. Auch in Priene wurde den Tagungsteilnehmern ein Lunch im Theater geboten (Bild 7), der an Einmaligkeit durch die Verbindung von antiker Umgebung und gemeinsamen Essen nur mit den Speisungen an der Celsus-Bibliothek, der Pollio-AquĂ€duktbrĂŒcke und spĂ€ter am Triton-NymphĂ€um in Hierapolis zu vergleichen war. Wegen der fortgeschrittenen Zeit wurde der Apollo-Tempel in Didyma erst in der AbenddĂ€mmerung erreicht, aber die Beleuchtung durch den Sonnenuntergang und spĂ€ter durch Scheinwerfer lieĂ auch diesen Programmpunkt zu einem besonderen Erlebnis werden. Am 7.10. ging es zunĂ€chst nach Pergamon und dann nach Allianoi, unter FĂŒhrung von W. Radt bzw. A. YaraĆ mit zusĂ€tzlicher Betreuung durch H. Fahlbusch (Bild 6) sowie D. Baykan. Die EindrĂŒcke ĂŒberschlugen sich und werden den Teilnehmern wohl erst bei der spĂ€teren Aufarbeitung bzw. Betrachtung der Fotos in ihrer ganzen Bedeutung bewusst werden. Als Stichworte seien hier nur genannt: die Fernleitung, Zisternen, Tempel, PalĂ€ste und der Zeusaltar in Pergamon sowie die Thermalthermen von Allianoi mit dem einmaligen Badesaal, der seit der Antike mit kaum verĂ€nderter Ausstattung in Betrieb ist. Bild 7: Lunch im Theater von Priene Bild 8: Prof. DâAndria vor dem Domitian-Tor Am nĂ€chsten Tag (8.10.) stand der Besuch der wasserwirtschaftlichen Anlagen von Laodicea und Hierapolis (Pamukkale) auf dem Programm. Eine groĂe antike Steinrohrleitung sowie NymphĂ€en und Abwasseranlagen wurden vom Grabungsleiter C. ĆimĆek und seinem Mitarbeiter M. BĂŒyĂŒkkolanci erklĂ€rt. In Hierapolis fĂŒhrten dann F. DâAndria und sein Assistent L. Campagna (italienische Grabungsleitung). In der Stadt erwarteten die Teilnehmer viele Höhepunkte, wie das Domitian-Stadttor mit der Frontinus-Inschrift (Bild 8), die groĂe Latrine und das Triton-NymphĂ€um. Das Mittagessen mit musikalischer Untermalung im italienischen Stil durch eine tĂŒrkische SchĂŒlerkapelle (Bild 9) war besonders eindrucksvoll. Im Verlauf der Besichtigung konnten neueste Grabungsfunde exklusiv besichtigt werden. Die weltberĂŒhmten Sinterterrassen von Pamukkale, das NymphĂ€um des Apollo-Tempels, das hervorragend erhaltene Amphitheater und das römische Castellum Aquae rundeten die EindrĂŒcke dieses auĂergewöhnlichen Tages ab. Bild 9: Ein tĂŒrkisches SchĂŒlerorchester spielt in Hierapolis Bild 10: Gilbert Wiplinger (Mitte) mit einigen seiner Helfer Der 9.10. war fĂŒr die meisten Teilnehmer schon der letzte Tag der Tagung. Er brachte noch VortrĂ€ge zu Wasserbauten des Nahen Ostens, Jordaniens, Israel und des Iraqs (Mesopotamien) und am Nachmittag eine letzte Postersession mit Themen u.a. zu Petra, Lepcis Magna, Pantelleria sowie Ăhringen und Wiesbaden. Zum Abschluss der Tagung zogen K. Grewe, P. Kessener, G. Wiplinger und H. Fahlbusch persönliche Bilanzen dieser 12. CVRA AQVARVM. Sie waren sich einig mit allen Teilnehmern, dass Gilbert Wiplinger und seinem Team (Bild 10) höchstes Lob auszusprechen ist fĂŒr eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung. Das Auditorium dankte den Genannten und den Veranstaltern mit Standing Ovations! K. Grewe betonte den Wunsch der Tagungsteilnehmer, dass die beiden wĂ€hrend der Tagung verfassten Petitionen an tĂŒrkische Politiker fĂŒr den Schutz antiker Bauten in Allianoi und Ephesus erfolgreich sein werden und sprach die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Zusammenarbeit zwischen DWhG und Frontinus-Gesellschaft bei der Planung zukĂŒnftiger Veranstaltungen aus. P. Kessener wies auf den wissenschaftlichen Gehalt der TagungsbeitrĂ€ge hin und regte an, eine Zusammenfassung auf einer web-site zur weiteren Verbreitung der Erkenntnisse zu erarbeiten. G. Wiplinger dankte fĂŒr die Anerkennung durch das Auditorium und betonte dabei die Gemeinschaftsleistung seines Teams; stellvertretend sei hier Claudia Luxon genannt. Sein Kompliment fĂŒr die groĂe Zeitdisziplin der Referenten und Teilnehmer verband er mit der Bitte an die Referenten, die zur Veröffentlichung vorgesehenen BeitrĂ€ge rechtzeitig abzugeben. H. Fahlbusch, dem der Titel âMotor der CVRA AQVARVMâ angetragen wurde (den er aber ablehnte), sprach vielen Teilnehmern aus der Seele wenn er sagte, dass diese Veranstaltungen deshalb so erfolgreich seien, weil sie von der Liebe zum Thema getragen werden und nicht von einer wie auch immer gearteten Pflicht. Er erinnerte auch in diesem Zusammenhang nochmals an den 80. Geburtstag von Jehuda Peleg, den dieser wĂ€hrend der Tagung begehen konnte. Die nĂ€chste CVRA AQVARVM ist fĂŒr Oktober 2006 in Petra/Jordanien geplant, das Programm wird voraussichtlich Anfang 2005 verteilt. Am spĂ€ten Abend fand abschlieĂend ein Gala-Dinner im Hotel Pine Bay statt, das nochmals alle Teilnehmer in froher Runde vereinte. |
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